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Freitag, 19. Februar 2010

Domata

Oder: Die Zähmung einer wiederspenstigen Festplatte.

Als ich neulich auf dem Wertstoffhof meinen Elektroschrott entsorgte,
fiel mein Blick auf eine kleine Platine die dort lag.
Hab sie mitgenommen, obwohl ich ja eigentlich Schrott losswerden wollte.

Wie sich meine Vermutung bestätigte, handelt es sich bei der Platine um ein
DOM ( Disk-on-Module ) quasi eine Festplatte im Miniformat, aus einer Zeit
als es noch keine SSD ( Solid-State-Disk ) gab.

So ohne weiteres ließ sich meine Neugier, was darauf gespeichert sein
könnte, allerdings nicht befriedigen. Ein DOM ist nämlich dazu gedacht,
direkt auf den IDE/ATA Anschluss des Motherboards gesteckt zu werden.
Das Teil hat eine Buchse anstatt einem Stecker und die ist zudem auch
noch Spiegelverkehrt.

Meine Lösung dazu:
2 x 22 polige, doppelreihige Stiftleisten,
davon auf jeder Seite den einen Pin entfernen für die verdrehsichere Codierung,
43 x kurze Kupferdrähte mit Lackisolierung,
Der obligatorische Heißkleber
und zuviel Zeit. :-)

Die Anschlüsse sind also von einer Reihe zur anderen,
überkreuz angelötet und ergeben zusammen mit dem Heißkleber einen
hübschen Adapter.

Funktioniert! Und die Konstruktion ist auch recht stabil.
Nur leider waren keine interresanten Daten auf dem 32Mb großen Modul.
Das war die Strafe für die Neugier.
Dafür bin ich im Umgang mit Lackisolierten Kupferdrähten sehr viel besser
geworden. - Das ist doch auch was.

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